Die Verdauung

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Wie funktioniert die Verdauung?

"Was oben reinkommt, muss unten wieder raus." Das ist zwar salopp formuliert, stimmt aber. Allerdings ist der Weg, den die Nahrung zwischen "oben" und "unten" zurücklegen muss, ziemlich lang. Etwa acht Meter misst der Verdauungskanal mit all seinen Bestandteilen. Die kurvenreiche Reise der Speisen und Getränke dauert etwa 30 Stunden. Unser Körper ist daher rund um die Uhr mit der Verdauung beschäftigt.

verdauungstrakt

Was passiert mit der Nahrung?

  • Mund: Schon im Mund beginnt die Verdauung der Speisen. Jeder Bissen wird beim Kauen zerkleinert, mit Speichel vermischt und so für den Weitertransport in die Speiseröhre vorbereitet.
  • Speiseröhre: Ist der Nahrungsbrei gleitfähig genug, schlucken wir ihn hinunter. Die kräftige Wandmuskulatur der Speiseröhre bewegt die vorverdaute Nahrung kontrolliert vorwärts, damit sie nicht einfach hinunterrutscht. Schließmuskeln an beiden Enden verhindern, dass die Nahrung den umgekehrten Weg nehmen kann.
  • Magen: Im Magen wird der Speisebrei mit Magensaft vermischt, der Enzyme und Salzsäure enthält. Letztere zersetzt das Essen und tötet Keime und Bakterien ab. Damit die Salzsäure nicht den Magen angreift, ist die Magenwand mit einer Schutzschicht ausgekleidet. Muskelkontraktionen vermischen alles und schieben die Masse Richtung Dünndarm.
  • Dünndarm: Der fünf bis acht Meter lange Dünndarm leistet die eigentliche Verdauungsarbeit. Hier wird die Nahrung in ihre einzelnen Bausteine zerlegt und von der Darmschleimhaut aufgenommen. Von dort gelangen sie bis ins Blut, das sie zu den anderen Organen transportiert.
  • Dickdarm: Die Hauptaufgabe des Dickdarms besteht darin, dem Nahrungsbrei weiter Wasser und Salz zu entziehen. Durch das koordinierte Zusammenziehen der Darmmuskulatur entsteht eine Welle (Peristaltik), die die Speisereste vor sich herschiebt. Damit die immer fester werdende Masse gleitfähig bleibt, produziert der Darm laufend Schleim.
  • Mastdarm: Die unverdaulichen Teile der Nahrung treten nun in den deutlich engeren Mastdarm über und lösen durch die Dehnung den Stuhlgang aus.

Kurz und knapp

Über die Nahrung nehmen wir lebenswichtige Nährstoffe auf. Alles, was wir nicht verwenden können, scheidet der Körper wieder aus.

Knapp 80 Prozent unserer Abwehrkräfte befinden sich im Darm. Aktiviert werden sie von den 400 verschiedenen Bakterienarten, die in ihrer Gesamtheit als Darmflora bezeichnet werden. Wird dieses Gleichgewicht durch eine Erkrankung, Stress oder Antibiotika gestört, ist das Immunsystem geschwächt.

Haben Sie sich auch schon mal Gedanken gemacht, ob Ihre Verdauung normal ist? Dann können wir Sie beruhigen: Normal ist alles zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich.

Broschüre zum Thema
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In dieser Broschüre geben wir Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema funktionelle Magen-Darm-Störungen.

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