Ursachen

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Warum nehmen Magen-Darm-Beschwerden im Alter zu?

So, wie mit zunehmendem Alter die Sehkraft nachlässt, die Gelenke schmerzen und die Haut faltig wird, sind auch die Organe dem Alterungsprozess unterworfen. Das ist der Grund, warum so viele ältere Menschen über Verdauungsbeschwerden klagen, obwohl sie in jungen Jahren keine Probleme damit hatten.

Die Ursachen sind vielfältig:

  • Kau- und Schluckbeschwerden sowie ein geringerer Speichelfluss erschweren die Nahrungsaufnahme und verderben vielen Menschen die Freude am Essen.
  • Da die Muskelkraft der Speiseröhre nachlässt, sind Schluckstörungen weit verbreitet.
  • Der Magen produziert weniger Magensäure, was Appetitlosigkeit und ein vorzeitiges Sättigungsgefühl hervorruft.
  • Alkohol, Nikotin oder auch Medikamente werden schlechter vertragen, da die Schutzfunktion der Magenschleimhaut abnimmt und sich der Magen langsamer entleert.
  • Der Dünndarm nimmt weniger Nährstoffe auf, was zu Mangelerscheinungen führen kann.
  • Im Dickdarm verlängert sich die Transportzeit der Speisen, da die Muskeln, die für die Fortbewegung des Nahrungsbreies zuständig sind, erschlaffen. Deshalb leiden so viele ältere Menschen unter Verstopfung.
  • Ist die Koordination der Schließmuskeln beeinträchtigt, was im Alter ebenfalls häufiger vorkommt, können Störungen des Ausscheidungsablaufs auftreten.

Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Magen-Darm-Trakts wird durch ein verändertes Geschmacks- und Durstempfinden, schlechte Zähne oder eine schlecht sitzende Zahnprothese noch verstärkt.

Was sind die häufigsten Ursachen für Verdauungsstörungen im Alter?

Über eine gesunde Verdauung macht man sich in der Regel keine Gedanken. Erst wenn es nicht mehr so gut klappt, dreht sich plötzlich alles darum. Denn Verstopfung, Durchfall, Blähungen oder Völlegefühl können ganz schön belastend sein. Vor allem, wenn die unangenehmen, mitunter schmerzhaften Symptome länger anhalten und immer wieder auftreten. In der Hälfte aller Fälle – und darüber informieren wir in dieser Broschüre – stecken keine organischen oder allergischen Ursachen hinter den Beschwerden, sondern funktionelle Störungen. Das bedeutet, dass die Magen- oder Darmprobleme nicht auf eine Organerkrankung zurückzuführen sind, sondern auf eine Störung des komplexen Verdauungsprozesses.

magen Janina Dierks

Wie äußern sich die Beschwerden?

  • Blähungen
  • Bauchkrämpfe
  • Völlegefühl
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Aufstoßen
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit

Auch wenn funktionelle Verdauungsbeschwerden nicht gefährlich sind, bedeuten sie eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität und beeinträchtigen die Betroffenen im Alltag – sie sind deutlich häufiger krankgeschrieben, sofern sie noch berufstätig sind, verzichten auf Restaurantbesuche oder gar Urlaube.

Die Ursachen sind individuell so verschieden wie die Symptome: Meist ist es eine Kombination verschiedener Faktoren. So wird die Veranlagung für einen empfindlichen Magen oder reizbaren Darm häufig weitervererbt. In einigen Fällen ist ein längst vergessener Darminfekt verantwortlich, genauer gesagt: die dafür verantwortlichen Infektionserreger, die das Nervensystem des Darms angreifen und so die Reizverarbeitung und Steuerung des Darms aus dem Gleichgewicht bringen. Der Darm wird sozusagen überempfindlich.

Als weitere Folge können die Darmbewegungen aus dem Takt kommen. Der Nahrungsbrei passiert den Magen-Darm- Trakt dann zu schnell oder zu langsam.

Kurz und knapp

Bis zu 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland leiden unter funktionellen Magen-Darm-Beschwerden.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Funktionelle Verdauungsbeschwerden sind harmlos, aber heftig!

Broschüre zum Thema
verdauung 100

In dieser Broschüre geben wir Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema funktionelle Magen-Darm-Störungen.

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