Symptome/Diagnose

slider3 srisakorn

Wie äußern sich funktionelle Verdauungsstörungen?

Noch mal zur Erinnerung: Sind die Magen- oder Darmprobleme nicht auf eine Organerkrankung zurückzuführen, sondern auf eine Störung des Verdauungsprozesses, spricht man von funktionellen Verdauungsbeschwerden. Diese äußern sich ganz unterschiedlich. Ein gereizter Darm macht sich häufig durch Bauchschmerzen, Krämpfe und Blähungen bemerkbar. Ein empfindlicher Magen reagiert bei vielen Patienten mit Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit oder heftigen Bauchschmerzen. Die Symptome können einzeln oder auch zusammen mit anderen Problemen auftreten, die wiederum von Stuhlunregelmäßigkeiten und -veränderungen begleitet sein können.

Fast jeder Mensch kennt Beschwerden dieser Art, wenn er zu viel, zu hastig, zu fettig oder zu scharf gegessen hat. Doch wenn diese zum ständigen Begleiter werden, verwundert es nicht, dass sich die Betroffenen in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt fühlen.

Kurz und knapp

Typisch für funktionelle Verdauungsprobleme ist, dass sie nachts keine Beschwerden verursachen. Das grenzt sie von entzündlichen Darmerkrankungen ab.

Menschen mit funktionellen Magen-Darm-Störungen haben vermutlich schmerzempfindlichere Verdauungsorgane als andere.

Bei Oberbauchschmerzen ist nicht immer der Magen schuld. Durch seine anatomische Lage gehen die Beschwerden häufig vom Dickdarm aus.

Auch ein leerer Magen kann bei funktionellen Verdauungsstörungen Schmerzen verursachen.

Wie erkennt man funktionelle Magen-Darm-Beschwerden?

arzt Imagesource Science and Medicine IIGrundsätzlich gilt: Halten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, verlassen Sie sich auf Ihr "Bauchgefühl" und suchen Sie einen Arzt auf, um die Gründe abklären zu lassen. Organische Ursachen wie Entzündungen der Magenschleimhaut, der Speiseröhre oder der Bauchspeicheldrüse, entzündliche Darmerkrankungen, Nierensteine, eine Krebserkrankung, Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sich in Form von Magenbeschwerden äußern können, müssen ausgeschlossen werden.

Zunächst einmal wird Ihr Arzt Sie um eine genaue Schilderung der Beschwerden bitten und einige gezielte Fragen stellen. Darüber hinaus wird er eine gründliche körperliche Untersuchung, die Analyse wichtiger Blut- und Urinwerte sowie einen Ultraschall des Bauchraums vornehmen. Frauen werden zur Sicherheit noch gynäkologisch untersucht.

Fehlende Alarmsignale, eine unauffällige körperliche Untersuchung, bereits länger andauernde Beschwerden, die mit beschwerdefreien Zeiten abwechseln, und ein ausgeprägter Leidensdruck weisen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine funktionelle Magen-Darm-Störung hin.

Gemeinsam mit Ihnen wird Ihr Arzt auch krank machende Verhaltensweisen in Bezug auf Ihre Essgewohnheiten, den Tagesrhythmus oder seelische Belastungen unter die Lupe nehmen.

Die Diagnose

Die Diagnose funktioneller Verdauungsstörungen beruht auf der Anamnese bestimmter Symptome (u. a. länger als drei Monate andauernde Beschwerden) und dem Ausschluss anderer Befunde.

Broschüre zum Thema
verdauung 100

In dieser Broschüre geben wir Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema funktionelle Magen-Darm-Störungen.

Broschüre bestellen