Ernährung

Worauf sollte ich bei meiner Ernährung achten?

wassertrinken 56547974 MAuch hier ist Geduld gefragt. Es empfiehlt sich, für eine gewisse Zeit ein Ernährungs- bzw. Symptomtagebuch zu führen. So finden Sie am besten heraus, welche ernährungsbedingten und psychischen Auslöser Ihre Beschwerden verstärken. Entsprechend sollten Sie diese dann vermeiden. Halten Sie beim Thema Ernährung auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Jeder zweite Betroffene glaubt, an einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit zu leiden, obwohl diese häufig nicht nachgewiesen werden kann. Wer jedoch auf eigene Faust seine Lebensmittelauswahl einschränkt, riskiert Fehl- und Mangelernährung.

Grundsätzlich kommt es nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch, wie, wann und wo. Natürlich entscheidet auch das individuelle Beschwerdebild über die Auswahl der Lebensmittel. Dennoch gibt es ein paar allgemeine Hinweise für alle Betroffenen:

  • Nehmen Sie lieber mehrere kleine als drei große Mahlzeiten zu sich. Das belastet Magen und Darm weniger.
  • Meiden Sie blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln.
  • Vorsicht gilt auch bei sehr scharfen, sauren und fetten Speisen.
  • Verzichten Sie auf Getränke mit Kohlensäure, Alkohol und Kaffee.
  • Trinken Sie viel Wasser, Kräuter- und Früchtetee und nicht zu kalt.
  • Essen Sie regelmäßig und nehmen Sie sich Zeit für die Mahlzeiten. Snacks zwischen Tür und Angel sind tabu. Kauen Sie gründlich und langsam, um nicht unnötig Luft zu schlucken.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl mit viel Obst und Gemüse.
  • Je nach Einzelfall kann es Ihnen gut bekommen, FODMAP in Ihrer Ernährung zu reduzieren (s. Kasten)

FODMAP – was ist das?

FODMAP = „Fermentable Oligo-, Di- And Monosaccharides and Polyols“ (engl.)

Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Kohlenhydraten, die in vielen Nahrungsmitteln vorkommen und vom Dünndarm nur schlecht resorbiert werden.

Eine australische Studie hat gezeigt: FODMAP-arme Kost kann Symptome wie Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe und Durchfall lindern.

Achtung: Da eine solche Diät sehr ballaststoffarm ist, muss eine entsprechende Ernährungsumstellung unbedingt ärztlich und/oder ernährungswissenschaftlich begleitet werden.

Hoher FODMAP-Gehalt: Blumenkohl, Erbsen, Paprika, Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Weizen, Nudeln, Joghurt, Milch, Bier, Wurst, Frukose, Xylit, Honig

Geringer FODMAP-Gehalt: Aubergine, Kartoffel, Möhren, Ananas, Erdbeeren, Weintrauben, Buchweizen, glutenfreie Backwaren, Hirse, Käse, laktosefreie Milch, Erdnüsse, trockener Wein, Fisch, Fleisch, Zucker

Broschüre zum Thema
verdauung 100

In dieser Broschüre geben wir Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema funktionelle Magen-Darm-Störungen.

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