Bewegung/Entspannung

Hilft Bewegung, meine Beschwerden zu lindern?

bewegung Imagesource Senior SportsDass Sport gesund ist und vielen Zivilisationskrankheiten vorbeugt, ist jedem klar. Aber wussten Sie, dass Bewegung auch die Verdauung auf Trab bringt? Vielleicht nicht unbedingt direkt nach dem Essen, auch wenn uns das Sprichwort "Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun" paradoxerweise ebenso dazu einlädt wie zum Nichtstun. Beides ist jedenfalls besser als der Verdauungsschnaps, da dieser zwar die Bauchdecke entspannt, zugleich aber auch die Verdauung lahmlegt.

Am besten geeignet ist eine Kombination aus leichtem Ausdauertraining und Gymnastik. Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren kurbelt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung. Gymnastik, Yoga oder ein leichtes Krafttraining kräftigen die Bauchmuskeln, die die Darmtätigkeit unterstützen.

Doch es kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: Sport macht gute Laune, sorgt für innere Ausgeglichenheit und lenkt Sie ab. Das ist wichtig, um nicht permanent um die Beschwerden zu kreisen und die Aufmerksamkeit wieder auf die schönen Dinge des Lebens zu richten.

Was kann ich sonst noch tun?

Was uns sprichwörtlich auf den Magen schlägt, belastet auch den Darm. Permanenter Stress, Ärger, Anspannung, Sorgen und Kummer sind Gift für unsere Verdauung. Seien Sie gut zu sich, sorgen Sie dafür, stets genug Schlaf zu bekommen, und versuchen Sie, Stress und Hektik zu vermeiden. Atemübungen und Entspannungstechniken wie Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training helfen Ihnen, ruhiger zu werden.

entspannung 159002275Wie bereits erwähnt, gibt es viele Patienten, die erleichtert auf die Diagnose funktionelle Verdauungsstörung reagieren, innerlich loslassen und allein dadurch weniger Beschwerden haben.

Doch es gibt auch andere, die nicht glauben wollen oder können, dass keine organische Ursache hinter ihren Schmerzen steckt, und die hinter jedem Symptom eine gefährliche Erkrankung vermuten. Diese zermürbende Angstspirale wirkt sich entsprechend belastend auf die Verdauung aus. Viele Betroffene profitieren von einer begleitenden Psychotherapie, in der sie sich selber und den Umgang mit der Erkrankung besser kennenlernen, aber auch Techniken zur Stressbewältigung und zum Selbstmanagement erlernen.

Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf Hilfen zur Selbsthilfe an – Sie wissen am besten, was Ihnen guttut.

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