Auslöser

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Gibt es Auslöser oder Risikofaktoren, die meine Beschwerden verstärken?

Während gesunde Menschen schwer verdauliche Speisen oder Ärger einfach hinunterschlucken, können Infektionen, Medikamente, bestimmte Nahrungsmittel und Stress bei einer Überempfindlichkeit des Magen-Darm-Trakts bereits bestehende Beschwerden noch verstärken.

Ernährung als Auslöser:

Selbst kleinste Bissen können den Betroffenen sprichwörtlich auf den Magen schlagen. Als besonders irritierend gelten blähende oder schwer verdauliche Lebensmittel, scharfes und fettes Essen, säurehaltige Speisen und Getränke, Alkohol und ballaststoffarmes Fastfood. Die Beschwerden nach dem Verzehr dieser Nahrungsmittel äußern sich häufig in Form von Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen sowie Magen- oder Darmkrämpfen.

Stress als Auslöser:

Essen ist mehr als pure Nahrungsaufnahme und Verdauen mehr als ein biochemischer Prozess. Schon von klein an werden wir daran gewöhnt, Essen und Trinken mit Lust und Frust zu assoziieren – Schokolade als Belohnung, zur Beruhigung oder als Trostpflaster. Genauso früh lernen wir umgekehrt, Essen zu verweigern oder auf bestimmte Situationen mit Bauchschmerzen zu reagieren und so unsere Macht auszuspielen. Je stärker wir dieses Verhalten verinnerlicht haben, desto empfindlicher reagieren wir später auf seelische Belastungen wie Stress, Trauer, Ärger oder Angst.

Kurz und knapp

Auch wenn funktionelle Verdauungsstörungen häufig durch bestimmte Nahrungsmittel verstärkt werden, sind sie nicht mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten gleichzusetzen. Bei einer Intoleranz gegen Laktose (Milchzucker), Gluten (Klebereiweiß in verschiedenen Getreidearten) oder Fruktose (Frucht- und Haushaltszucker) liegen organische Veränderungen vor, die schuld daran sind, dass die Nahrung nicht optimal verdaut wird.

Trotzdem finden sich bei 50 bis 70 Prozent aller Menschen mit einer funktionellen Verdauungsstörung Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zum Vergleich: Nur etwa 20 bis 25 Prozent der "gesunden" Bevölkerung sind betroffen.

Wissenschaftler sind sich einig, dass Stress bei vielen Patienten mit funktionellen Magen-Darm-Beschwerden die Folge der Beschwerden und nicht deren Ursache ist.

Vermutete man früher, dass es sich bei funktionellen Verdauungsbeschwerden um eine rein psychosomatische Störung handelt, weiß man heute, dass dies nicht der Fall ist. Allerdings können seelische Konflikte die Ausprägung der Schmerzen beeinflussen und verstärken. In vielen Fällen ist dies ein Teufelskreis, da chronische Beschwerden ihrerseits Stress verursachen und die Symptome verschlimmern.

bratwurst Ralph MaatsDas kann Magen und Darm krank machen!

  • Falsche und fettreiche Ernährung

  • Alkohol, Nikotin und sonstige Gifte

  • Stress, Angst und Sorgen

  • Mangelnde Bewegung

  • Bestimmte Medikamente (z. B. Antibiotika)

Broschüre zum Thema
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In dieser Broschüre geben wir Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema funktionelle Magen-Darm-Störungen.

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